>> Meine fünf Schwerpunkte für die nächsten acht Jahre

Insgesamt 150 Vorschläge und Ideen wurden für unsere Heimatgemeinde zusammengetragen, die im Rahmen von Themenabenden im Herbst anhand eines Videos präsentiert und visualisiert werden soll. Hier die fünf Schwerpunkte meiner Arbeit als Bürgermeister: 

Wie können wir der schrumpfenden Einwohnerzahl in unserer Gemeinde entgegenwirken?

Demografiewandel
Unsere attraktive Wohngemeinde bietet ein gutes Stück Lebensqualität: Damit wir wachsen, unsere Plätze beleben und Infrastruktur ausbauen können, ist es notwendig den Demografiewandel zu überwinden.  Die Geburtenrate ist seit Jahren rückläufig, junge Leistungsträger wandern in Ballungszentren ab, um Studium und Beruf nachzugehen, wenig junge Familien ziehen in unser Kleinzentrum. Besonders sichtbar wird dies an den vielen Leerständen in den Ortsteilen von Schonungen und den rasant fallenden Bevölkerungszahlen. Wir brauchen eine Kehrtwende, denn: Gibt es immer weniger Bürger in Schonungen, dann gibt es auch immer weniger Steuerzahler, Kunden und Vereinsmitglieder, die unser lieb gewonnenes Gewerbe, Kultur- und Sportangebot aufrechterhalten können.

In "Harmonie" vereint - die Blaskapellen der Großgemeinde beim alljährlichen Bläsertreffen

Zusammenleben in der Gemeinde
Wir sind eine Flächengemeinde mit insgesamt neun Ortsteilen, was die Kommunalpolitik vor besonderen Herausforderungen stellt. Vielerorts herrscht bei den Menschen noch das "Kirchturmdenken" vor. Wenngleich Schonungen das Zentrum unserer Gemeinde darstellt, können auch mit einer cleveren Strukturpolitik gezielt Schwerpunkte in den jeweiligen Ortsteilen gesetzt werden. Lasst uns alle näher zusammenrücken: Das Zusammenleben aber auch die Zusammenarbeit über Gemarkungsgrenzen hinweg stärken und fördern. 

Ähnlich wie bei den Schlaglöchern (hier in Mainberg) klaffen auch im Gemeindehaushalt große Finanzierungslücken

Gemeindefinanzen
Die Schuldenuhr tickt immer schneller und schränkt die Handlungs- und Leistungsfähigkeit unserer Heimatgemeinde stark ein. Außerdem schieben wir einen Investitionsstau ungeahnten Ausmaßes vor uns her. Die Strukturdebatte im vergangenen Jahr hat ergeben, dass es immer weniger Stellschrauben gibt, die eine kurzfristige Verbesserung des Haushalts zulassen. An die Wurzeln und Strukturen, die die hohen Fixkosten für die Gemeinde auslösen, hat man sich bisher nicht herangetraut. Konsequentes betriebswirtschaftliches Denken und Handeln muss oberste Priorität haben, ohne das gemeindliche Tafelsilber zu verscherbeln. Innovative Sparideen sowie die nachhaltige Verbesserung der Einnahmenseite sind gefragt, ohne die Lebens qualität der Menschen in unserer Gemeinde spürbar zu beeinträchtigen. Bestehende Großprojekte wie die Sattler-Altlast und der Kanalbau sollten zügig abgearbeitet werden, damit sich für unsere Gemeinde neue Perspektiven eröffnen.



Schonungen kann noch lebendiger werden, wenn wir unser Potenzial und Synergieeffekte nutzen

Lebendige Gemeinde am Main

Schonungen hat großes Potential: Viele Menschen engagieren sich uneigennützig und mit großer Begeisterung in den über hundert Vereinen unserer Großgemeinde. Wenn wir unsere Kräfte gezielt bündeln und Synergieeffekte konsequent nutzen, dann können wir gemeinsam großartige Projekte realisieren. Egal ob sportliche Highlights wie Gemeindemeisterschaften und spannende Turniere; kulturelle Events wie beispielsweise Konzerte, Talentshows, Festivals, Public Viewing, Modenschauen oder traditionelle Veranstaltungen wie Faschings- oder Erntedankumzüge könnten unsere Gemeinde zum Publikumsmagnet in der Region werden lassen. Gerade in Sachen Jugend- und Seniorenarbeit stehen uns viele Möglichkeiten für ein generationsübergreifendes Miteinander offen.



Wie in jedem guten Unternehmen könnten auch in der Gemeinde effiziente Verbesserungs- bzw. Einsparungsvorschläge und gute Ideen im Rahmen der alljährlichen Ehrungen honoriert werden!

Bürgerinformation und Beteiligung

Was wir brauchen ist eine „Mitmach-Mentalität“ und Bürgerbeteiligung auf breiter Basis. Verbesserungsvorschläge, Anregungen und Ideen sind ausdrücklich erwünscht und müssen ernst genommen werden. Auch Vorschläge für Einsparungen oder effizienteres Arbeiten der kommunalen Organe und Einrichtungen können unsere Gemeinde voranbringen und müssen wie in jedem Unternehmen honoriert werden. Ein effektives Beschwerdemanagement, Kummerkasten, Umfragen oder Ideenwettbewerb sind nur einige Beispiele. Eine schnelle und transparente Informationspolitik durch das permanente Ausnutzen bestehender Presse- und Medienkanäle ist dabei ebenso selbstverständlich wie die Einbindung des Internets mit Newsletter, Web 2.0 und einer verbesserten, funktionsfähigeren Homepage.